Rituale: Ein Akt der Liebe

Warum Rituale so wichtig für Menschen sind. The Me-Time Concept von CARRIE MORAWETZ geschrieben

"Mein Ritual ist, kein Ritual zu haben." - Auch lang genug meine Prämisse gewesen. Nichts ist mehr wert, als ein freier Vogel zu sein, nicht wahr? Man will ja nicht altmodisch wirken. Mittlerweile nicke ich nur höflich, wenn ich das höre. Es gibt hier natürlich kein Rezept, was richtig ist; wieviel Struktur zu viel oder zu wenig ist. Mich überrascht aber diese Ablehnung von Ritualen teilweise sehr. Ist es schlecht, sich Phasen zu gönnen, wo das Gehirn kurz runterfahren kann - weil man einfach weiß, was als Nächstes passiert? Ich möchte Dir heute davon erzählen, was Dir ein regelmäßiges Ritual bringen kann und vor allem, warum Rituale in meinem Leben eine so große Bedeutung haben. 

Herzliches Hallo von mir an Dich! Es ist toll, dass Du Dir Zeit für Dich und einen neuen Impuls nimmst.

 

Fangen wir doch mal bisschen weiter hinten an: Die Kindheit. Gibt es bei Dir auch etwas, dass ihr, also als Familie oder Du und Deine Bezugspersonen einfach immer gleich gemacht habt? Irgendetwas, dass Du damals mit einer Person (sei es Mutter, Vater, Schwester, Oma...) immer "schon so" gemacht hast? Vielleicht denkst Du jetzt an ein Weihnachtsfest, wo es immer die gleiche Abfolge an Traditionen gab. Du wusstest damals (und wahrscheinlich heute auch noch) bestimmt genau, was als nächstes passiert, was Deine Aufgabe dabei ist und es hat sich ganz wunderbar angefühlt. Nach Vertrauen, Bestand und Sicherheit. Auch wenn Du jetzt Jahre danach drüber nachdenkst, gibt es Dir ein wohliges Gefühl.

Wie du vielleicht schon über mich weißt, habe ich zwei Kinder. Hier spüre ich es ganz stark, wie wichtig die fixen Rituale für mittlerweile beide sind. Auch, wenn das derzeit nur die Schlafenszeit betrifft: Die Reihenfolge, wie wir uns fürs Bett vorbereiten, wer welche Geschichte vorliest, wer wo im Bett seinen Platz hat. You name it! Tanzen wir hier mal aus der Reihe, passiert kein Drama, doch ich merke und spüre die... sagen wir: Disbalance & Verwirrung. Die Struktur bringt uns Ruhe und wir können uns viel besser auf die gemeinsame Zeit einlassen.

Nun, das gibt mir immer wieder Stoff zum Nachdenken, wenn nicht gar zum Philosophieren.

Spontan sein ist gut, es ist wichtig flexibel zu bleiben. Es bringt Schwung ins Denken. Doch ich habe für mich gelernt, dass feste Rituale zu führen, obwohl es so ein krasses Gegenteil vom Spontansein ist, dann ebenso essentiell sind für mein Wohlbefinden. Ich frage mich oft,  wie lässt sich all' das in Verbindung bringen? Wie schaffe ich hier Balance?

Nun habe ich für mich eine Antwort gefunden.

Erlaube Dir, Rituale nicht als starre Strukturen zu sehen. Auch Rituale dürfen wachsen, nachgeschärft werden oder überworfen. Spür' in Dich hinein. Wenn Du heute Lust hast, alles über den Haufen zu werfen und Dich in den nächsten Zug zu setzen - Tu es! Wenn du wiederum das Gefühl hast, du musst Dich etwas erden: Schaffe Dir Rituale, die Dir wieder Klarheit über all' Deine Facetten und Bedürfnisse geben oder stärke die bestehenden. Wenn ich das schreibe, kribbelt es bei mir. Alleine der Gedanke sich das selbst zu erlauben ist so fantastisch. Die Erkenntnisse, dass man sowohl flexibel sein kann, aber auch feste Rituale zu pflegen, lässt mich aufatmen. Mal bin ich spontan und flexibel - shifte Termine mal um, sage auch mal was ab und drücke einfach auf Pause um mir Raum und Zeit für etwas zu nehmen, worauf ich gerade mehr Lust habe oder was ICH einfach gerade brauche. Das lässt mich so leicht und lebendig fühlen. Zugleich habe ich aber das fixe Ritual mit meiner Familie am Tagesende - eine so schöne Sicherheit. Oder um ein weiteres Ritual zu nennen, dass ich mich seit einem halben Jahr regelmäßig am Montagmorgen umsetze, ist hinsetzen und malen. Schon am Sonntag freue ich ich darauf. Meine Familie weiß, da bin ich malen - da hat alles andere Sendepause. Ich starte kreativ in die neue Woche und schöpfe dabei Kraft und drück Stimmung und Empfindungen mit Farben am Papier aus. Mein Monday Ritual, wie ich es nenne. Das ist so wie ein Glas Wasser zu trinken, nach dem Aufstehen. Eine völlig natürliche Sache mittlerweile, die mir fehlt, wenn es nicht passiert. Meine Kreativzeit für den Wochenstart. Ich hole mir Kraft aus meinem Monday Ritual und gönne mir gezielt Me-Time, wenn man "eigentlich" muffig ist, weil das Wochenende vorbei ist. 

Rituale warum sind Rituale so wichtig und was bringen sie mir gutes

 

Es hilft mir im Alltag, solche Anker zu setzen. Ein Ritual, dass ich quasi aus mir und meinen Bedürfnissen erschaffe, für mein Wohlbefinden, für meine Balance und mir damit eine Sicherheit schenke, ist ein Akt der Liebe. Der Selbstliebe. Und damit meine ich - schaffe Dir Rituale, die DEIN Wohlbefinden stärken. Geh' nicht Laufen, weil es gesund ist, Du dabei aber alles und jeden verfluchst oder jede Woche auf den Kaffeetratsch mit den Nachbarn, obwohl es Dir nur Energie raubt. Setz' Dich in der Mittagspause in ein Kaffeehaus und genieße das größte Stück Kuchen mit einem noch größeren Cappuccino. Du bist es Dir wert! Verpflichtungen an uns selbst, die uns Spaß machen. Da sag' ich nur: Gimme more!

Wie man zu seinem Ritual kommt? Hier einige Ideen:

  • 10 Minuten Spaziergang direkt nach dem Aufstehen (Jacke drüber und im Pyjama geht's raus).
  • An einem bestimmten Wochentag frische Blumen, ein Stück Torte holen oder Gedanken niederschreiben, während Du ein warmes Getränk genießt.
  • Eine romantische Stimmung mit Kerzen und Düften für dich erschaffen und dabei malen, ein Buch lesen, meditieren oder auch etwas ganz anderes machen. Du weißt am besten, was Dir gut tut!

Wenn Du möchtest, kannst Dich auch meinem Ritual als Inspiration anschließen und es zu Deinem Ritual machen. Mein Monday Ritual by Carrie steht mittlerweile jedem offen.

Und so bleibt mir nur mehr zu sagen: Vielleicht kommt bald ein neues Ritual auf mich zu, vielleicht erweitere ich mein bestehendes. Wer weiß, was meine spontane Seite noch alles hervorrufen wird.

 

Für jede Facette, die sich mir noch zeigen wird, bin ich ready und dankbar! Und du?

CARRIE MORAWETZ schreibt ihre erste Kolumne

 

Kolumne regelmäßig erhalten
Es ist wahr! The Me-Time Concept steckt voller Überraschungen für Dich. Worauf noch warten? AUGEN AUF und anmelden!
* Dies ist ein Pflichtfeld. ** Du kannst dich jederzeit von den Mails abmelden.
Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Kennst du schon Carlé?

Dein Selbstliebe-Kit das die Verbindung zu deinem Herzen (wieder) frei legt.